Modernisierung einer Omnissa Horizon Umgebung im Krankenhaus
Historisch gewachsene Windows-10-Full-Clone-Umgebung mit hohem Wartungsaufwand und speziellen Anforderungen des Krankenhausinformationssystems.
Kunde
Regionales Krankenhaus in Deutschland
Branche
Healthcare
Eingesetzte Produkte
Workspace ONE
Horizon
Horizon Cloud
Für die Modernisierung unserer VDI-Umgebung brauchten wir einen Partner, der Horizon, vSphere und die Anforderungen unseres KIS versteht. Tech Architects hat die kritischen Abhängigkeiten im PoC zuverlässig gelöst und eine deutlich besser wartbare, standardisierte Windows-11-Umgebung geschaffen.
Ausgangslage
Ein Krankenhaus betrieb seit mehreren Jahren eine umfangreiche Omnissa Horizon Umgebung auf einer bestehenden VMware vSphere 8 Infrastruktur. Die VDI-Landschaft war über die Jahre gewachsen und bestand großteils aus Windows-10-Full-Clones.
Das funktionierte grundsätzlich, wurde im laufenden Betrieb aber zunehmend aufwendig. Updates mussten auf vielen einzelnen virtuellen Desktops durchgeführt werden, Benutzerprofile waren nicht durchgängig zentral und persistent abgelegt und teilweise arbeiteten Benutzer auch mit lokalen administrativen Berechtigungen.
Dazu kam eine größere Anzahl an speziellen Krankenhausanwendungen, allen voran das Krankenhausinformationssystem, kurz KIS. Diese Anwendungen hatten teilweise sehr spezielle Anforderungen an den Desktop und mussten vor der eigentlichen Nutzung entsprechend vorbereitet werden.
Mit dem bevorstehenden Wechsel von Windows 10 auf Windows 11 war daher klar, dass nicht einfach nur das Betriebssystem aktualisiert werden sollte. Die Gelegenheit wurde genutzt, um die gesamte VDI-Umgebung zu vereinfachen und auf eine besser wartbare Basis zu stellen.
Die Herausforderung
Am Anfang stand eine genaue Analyse der bestehenden Horizon Umgebung. Dabei wurden nicht nur Horizon und die darunterliegende vSphere Infrastruktur betrachtet, sondern auch die Desktop-Pools, Benutzerprofile, Berechtigungen, Logon-Prozesse und vor allem die Abhängigkeiten der verschiedenen Krankenhausanwendungen.
Gerade bei den Full Clones war der laufende Wartungsaufwand hoch. Änderungen und Updates mussten auf vielen einzelnen Systemen nachgezogen werden. Gleichzeitig hatte sich über die Jahre einiges an Skripten, Einstellungen und Sonderkonfigurationen angesammelt. Ein Teil davon war weiterhin notwendig, ein anderer Teil war schlicht historisch gewachsen.
Besonders wichtig war daher die Frage, ob das KIS und die weiteren Krankenhausapplikationen auch in einer neuen, nicht-persistenten Instant-Clone-Umgebung unter Windows 11 zuverlässig funktionieren würden.
Proof of Concept
Genau dafür wurde gemeinsam mit dem Kunden ein Proof of Concept durchgeführt. Der PoC sollte nicht zeigen, ob Instant Clones, FSLogix oder DEM grundsätzlich funktionieren. Diese Technologien sind etabliert.
Entscheidend war vielmehr, ob sich die vorhandenen KIS- und Krankenhausapplikationen unter Windows 11 und in einer nicht-persistenten VDI-Umgebung sauber betreiben lassen. Dabei wurden die Anwendungen im Detail getestet und die notwendigen Voraussetzungen überprüft.
Es zeigte sich unter anderem, dass einige Applikationen vor der eigentlichen Nutzung bestimmte Konfigurationen benötigen. Teilweise müssen diese Änderungen bereits beim Logon oder noch davor ausgeführt werden, manche davon auch mit erhöhten Berechtigungen. Diese Punkte mussten im PoC sauber gelöst werden, bevor eine produktive Migration in Betracht kommen konnte.
Die Lösung
Nach dem erfolgreichen PoC wurden die VMware vSphere- und Omnissa Horizon-Komponenten aktualisiert und die Umgebung schrittweise von Windows 10 auf Windows 11 umgestellt. Gleichzeitig wurde die bisherige Full-Clone-Struktur durch eine stärker standardisierte Instant-Clone-Architektur ersetzt.
Damit können Betriebssystem- und Applikationsupdates nun zentral über Golden Images vorbereitet und anschließend kontrolliert auf die jeweiligen Desktop-Pools ausgerollt werden. Statt viele einzelne VDI-Systeme warten zu müssen, wird nun wesentlich mehr zentral gesteuert.
FSLogix übernimmt dabei die persistente Speicherung der Benutzerprofile. Das Benutzerprofil bleibt damit erhalten, auch wenn der eigentliche Instant Clone bei der nächsten Anmeldung ein anderer ist.
Omnissa Dynamic Environment Manager wird bewusst für andere Aufgaben eingesetzt. Mit DEM wurden zahlreiche Application Preconfigurations, Logon Trigger, Preconfiguration-Skripte sowie spezielle Anpassungen der VDI-Systeme umgesetzt. Viele der Konfigurationen sind gezielt auf das KIS und weitere Krankenhausanwendungen abgestimmt. Einige davon müssen mit erhöhten Rechten ausgeführt werden, bevor der Benutzer die entsprechende Anwendung starten kann. Diese Schritte laufen nun automatisiert und kontrolliert im Hintergrund ab.
Ein weiterer wichtiger Teil des Projekts war die Bereinigung der bestehenden Umgebung. Es wurde nicht einfach jede alte Konfiguration übernommen, nur weil sie irgendwann einmal vorhanden war. Bestehende Legacy-Einstellungen wurden überprüft und dort entfernt, wo sie nicht mehr notwendig waren.
Gemeinsam mit dem KIS-Hersteller wurden außerdem Funktionen identifiziert, die das System bereits von sich aus unterstützt, in der bisherigen Umgebung aber noch nicht genutzt wurden. Dadurch konnten einige bisher notwendige Workarounds und individuelle Sonderlösungen entfallen.
Das Ergebnis
Durch die Modernisierung entstand eine deutlich besser standardisierte und einfacher wartbare Horizon Umgebung auf Basis von Windows 11. Updates können nun zentral vorbereitet und wesentlich einfacher auf die VDI-Flotte ausgerollt werden.
Die Aufgaben sind dabei klar getrennt:
Zusätzlich konnten die Logon-Prozesse optimiert und damit die Anmeldezeiten der Benutzer verbessert werden. Auch die Bereinigung alter Konfigurationen hat ihren Teil dazu beigetragen. Statt die bisherige Umgebung einfach eins zu eins nachzubauen, wurden unnötige Altlasten entfernt und vorhandene Funktionen der Krankenhausanwendungen besser genutzt.
Unterm Strich ist die Umgebung heute einfacher zu aktualisieren, besser standardisiert und deutlich besser auf zukünftige Änderungen vorbereitet.
Instant Clones stellen die standardisierten virtuellen Desktops bereit.
FSLogix sorgt dafür, dass die Benutzerprofile erhalten bleiben.
DEM übernimmt die notwendigen Preconfigurations, Logon-Aktionen und Anpassungen für das KIS sowie weitere Krankenhausapplikationen.
Uns war wichtig, die bestehende Umgebung nicht einfach nur auf Windows 11 zu heben, sondern dabei auch alte Strukturen zu hinterfragen und zu vereinfachen. Besonders kritisch war für uns, dass das KIS und die weiteren Krankenhausapplikationen in der neuen Umgebung zuverlässig funktionieren. Durch die Kombination aus Instant Clones, FSLogix und DEM konnten wir den laufenden Aufwand deutlich reduzieren und gleichzeitig die Anmeldezeiten verbessern. Heute haben wir eine wesentlich besser standardisierte VDI-Umgebung, die sich sicherer, einfacher betreiben und aktualisieren lässt.
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